Windows Server und CAL-Lizenzen: Der vollständige Leitfaden
Sie richten eine Windows-Server-Umgebung ein? Dann brauchen Sie zwei Dinge: eine Windows-Server-Lizenz und Clientzugriffslizenzen (CALs) für jeden Benutzer oder jedes Gerät, das sich mit dem Server verbindet. Ohne CALs ist Ihre Serverinstallation nicht korrekt lizenziert — selbst wenn der Server bereits aktiviert ist.
Dieser Leitfaden erklärt, was CALs sind, welche vier Typen es gibt, wie Sie die benötigte Anzahl berechnen und wo Sie sie zum besten Preis kaufen.
Was sind Clientzugriffslizenzen (CALs)?
Eine Clientzugriffslizenz (CAL) berechtigt zum Zugriff auf einen Windows Server. Microsoft verlangt eine CAL für jeden Benutzer oder jedes Gerät, das sich mit einem Windows-Server-Dienst verbindet — sei es Dateifreigabe, Active Directory, Exchange, SQL-Datenbanken, Druckserver oder Remotedesktop.
Entscheidend: Eine Windows-Server-Lizenz allein deckt nur die Serversoftware ab. Ohne CALs dürfen Benutzer und Geräte nicht legal auf den Server zugreifen. Stellen Sie es sich so vor: Die Serverlizenz ist das Gebäude, und die CALs sind die Eintrittskarten.
Die 4 Typen von CALs
1. Benutzer-CAL
Eine Benutzer-CAL wird einer bestimmten Person zugewiesen. Diese Person kann von beliebig vielen Geräten auf den Server zugreifen — Desktop, Laptop, Tablet oder Smartphone.
- Zugewiesen an: Einen namentlich genannten Benutzer
- Geräte: Unbegrenzt pro Benutzer
- Ideal für: Unternehmen, in denen Mitarbeiter mehrere Geräte nutzen (Laptop + Handy + Tablet)
- Beispiel: 10 Mitarbeiter × 1 Benutzer-CAL = 10 Benutzer-CALs, unabhängig von der Anzahl der genutzten Geräte
2. Geräte-CAL
Eine Geräte-CAL wird einem bestimmten Gerät zugewiesen. Beliebig viele Benutzer können von diesem Gerät auf den Server zugreifen.
- Zugewiesen an: Ein bestimmtes Gerät
- Benutzer: Unbegrenzt pro Gerät
- Ideal für: Gemeinsam genutzte Arbeitsplätze, Kioske, Empfangstheken oder Fabrik-Terminals, an denen mehrere Personen denselben Computer nutzen
- Beispiel: 5 gemeinsam genutzte Computer für 20 Mitarbeiter = nur 5 Geräte-CALs erforderlich
3. RDS-Benutzer-CAL (Remotedesktopdienste)
Eine RDS-Benutzer-CAL ist erforderlich, wenn sich ein Benutzer über Remotedesktop mit einem Windows Server verbindet. Sie wird zusätzlich zur regulären Benutzer- oder Geräte-CAL benötigt.
- Erforderlich für: Remotedesktopverbindungen (RDP)
- Zugewiesen an: Einen namentlich genannten Benutzer
- Hinweis: Für den Remotedesktopzugriff brauchen Sie SOWOHL eine Standard-CAL ALS AUCH eine RDS-CAL
4. RDS-Geräte-CAL (Remotedesktopdienste)
Wie oben, aber einem bestimmten Gerät statt einem Benutzer zugewiesen.
- Erforderlich für: Remotedesktopverbindungen von einem bestimmten Gerät
- Zugewiesen an: Ein bestimmtes Gerät
- Ideal für: Thin Clients oder gemeinsam genutzte Terminals für RDP
Benutzer-CAL oder Geräte-CAL: Was brauchen Sie?
Die Wahl zwischen Benutzer- und Geräte-CALs hängt vom Verhältnis zwischen Benutzern und Geräten ab:
| Szenario | Bester CAL-Typ | Begründung |
|---|---|---|
| 10 Mitarbeiter, jeweils mit Laptop + Handy | Benutzer-CAL | 10 Benutzer-CALs statt 20 Geräte-CALs — spart Kosten |
| 5 gemeinsam genutzte Computer für 20 Mitarbeiter im Schichtbetrieb | Geräte-CAL | 5 Geräte-CALs statt 20 Benutzer-CALs — spart Kosten |
| 50 Mitarbeiter, jeder mit einem Desktop | Beides möglich | 50 CALs in beiden Fällen — gleiche Kosten |
| Mitarbeiter im Homeoffice greifen per RDP auf den Server zu | Benutzer-CAL + RDS-Benutzer-CAL | Benutzer arbeiten von ihren privaten Geräten |
Faustregel: Haben Sie mehr Geräte als Benutzer, wählen Sie Benutzer-CALs. Haben Sie mehr Benutzer als Geräte, wählen Sie Geräte-CALs.
RDS-CALs: Wann brauchen Sie sie?
RDS-CALs werden immer dann benötigt, wenn Benutzer über Remotedesktopdienste (früher Terminaldienste) auf einen Windows Server zugreifen. Typische Szenarien:
- Homeoffice-Mitarbeiter, die sich per RDP mit dem Firmenserver verbinden
- Thin-Client-Infrastrukturen, bei denen die Desktops auf dem Server laufen
- Anwendungshosting — Anwendungen, die auf dem Server laufen und remote genutzt werden
- Virtuelle Desktops, die auf Windows Server gehostet werden
Wichtig: RDS-CALs kommen zusätzlich zu den regulären Benutzer- oder Geräte-CALs. Ein Benutzer, der sich per Remotedesktop verbindet, braucht: 1 Benutzer-CAL + 1 RDS-Benutzer-CAL.
CAL-Typen im Überblick
| CAL-Typ | Zugewiesen an | Zugriff von | Erforderlich für |
|---|---|---|---|
| Benutzer-CAL | Namentlicher Benutzer | Beliebiges Gerät | Jeder Serverzugriff |
| Geräte-CAL | Bestimmtes Gerät | Beliebiger Benutzer an diesem Gerät | Jeder Serverzugriff |
| RDS-Benutzer-CAL | Namentlicher Benutzer | Beliebiges Gerät (per RDP) | Nur Remotedesktop |
| RDS-Geräte-CAL | Bestimmtes Gerät | Beliebiger Benutzer (per RDP) | Nur Remotedesktop |
Wie viele CALs brauchen Sie?
So berechnen Sie Ihren CAL-Bedarf:
- Zählen Sie die Benutzer ODER die Geräte (die kleinere Zahl = die günstigere Option)
- Jeder Benutzer / jedes Gerät mit Serverzugriff benötigt eine Standard-CAL
- Addieren Sie RDS-CALs für alle, die Remotedesktop nutzen
- Passen Sie die CAL-Version an Ihre Serverversion an (gleich oder neuer — siehe Kompatibilität unten)
Beispiel: Kleines Unternehmen mit 15 Mitarbeitern
- 15 Mitarbeiter, jeweils mit 1 Laptop → 15 Benutzer-CALs
- 5 davon arbeiten remote per RDP → 5 RDS-Benutzer-CALs
- Windows Server 2022 im Einsatz → es werden Windows Server 2022 CALs benötigt
CAL-Versionskompatibilität
Eine CAL muss die gleiche oder eine neuere Version haben als der Windows Server, auf den sie zugreift:
- Windows Server 2022 CAL → kompatibel mit Server 2022, 2019, 2016
- Windows Server 2019 CAL → kompatibel mit Server 2019, 2016 (NICHT 2022)
- Windows Server 2025 CAL → kompatibel mit allen Versionen
Tipp: Die neueste CAL-Version bietet Ihnen die größte Flexibilität, falls Sie Ihren Server später aktualisieren.
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Serverlizenzen
- Windows Server 2025 Standard — ab 306,60 €
- Windows Server 2022 Standard — ab 239,66 €
- Windows Server 2019 Standard — ab 177,68 €
Clientzugriffslizenzen
- Windows Server 2025 CAL — ab 148,75 €
- Windows Server 2022 CAL — 140,49 €
- Windows Server 2019 CAL — 104,16 €
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Häufig gestellte Fragen
Brauche ich CALs, wenn ich nur einen Server habe?
Ja. CALs sind unabhängig von der Anzahl Ihrer Server erforderlich. Jeder Benutzer oder jedes Gerät, das auf einen Windows Server zugreift, benötigt eine CAL. Die Ausnahme ist Windows Server Essentials, das CALs für bis zu 25 Benutzer und 50 Geräte enthält.
Kann ich Benutzer-CALs und Geräte-CALs kombinieren?
Ja, Sie können Benutzer- und Geräte-CALs in derselben Umgebung kombinieren. Das ist üblich in Organisationen, die sowohl feste Arbeitsplätze als auch mobile Mitarbeiter haben.
Was passiert, wenn ich nicht genug CALs habe?
Ohne ausreichend CALs ist Ihre Organisation nicht korrekt lizenziert, was bei einem Microsoft-Audit zu Problemen führen kann. Windows Server setzt CAL-Limits technisch nicht durch (Benutzer können sich weiterhin verbinden), aber Sie sind gesetzlich verpflichtet, die richtige Anzahl zu besitzen.
Laufen CALs ab?
Nein. CALs sind unbefristete Lizenzen — sie laufen nicht ab. Allerdings müssen sie zur Serverversion passen (gleiche oder neuere Version). Wenn Sie Ihren Server von 2019 auf 2022 aktualisieren, benötigen Sie CALs für 2022 (oder neuer).
Enthält Windows Server Essentials CALs?
Ja. Windows Server Essentials enthält CALs für bis zu 25 Benutzer und 50 Geräte ohne Zusatzkosten. Damit ist es die günstigste Option für sehr kleine Unternehmen. Windows Server 2022 Essentials ist bei Licendi für 412,40 € erhältlich.




